Do's and Dont's im Networking
Gute Beziehungen sind Gold wert, und deshalb sollten Sie sie pflegen. Schaffen Sie sich ein verlässliches Netzwerk, betreiben Sie "Networking". Insbesondere in konjunkturell schwachen Zeiten bekommen Beziehungen bei der Jobsuche eine immer grössere Bedeutung. Nicht selten entscheidet "Vitamin B" über den Ausgang eines Vorstellungsgespräches. Folgende Aspekte gibt es beim so genannten "Networking" zu beachten.
- Halten Sie gute Kontakte warm: Melden Sie sich immer wieder einmal, werden Sie aber nicht aufdringlich. Hier ist Fingerspitzengefühl gefragt. Wenn die Person längere Zeit nicht mehr auf Sie reagiert, dann gönnen Sie ihr besser eine "Kontaktpause".
- Überlegen Sie, welchen Nutzen Sie der Person Ihrer Wahl im Gegenzug bringen können, damit Sie für sie interessant bleiben. Denn "One-way-Kontakte" gehen früher oder später zugrunde. Networking bedeutet nun einmal "Geben und Nehmen".
- Zeigen Sie Interesse für andere Menschen: Eine wichtige und solide Grundlage für alle zwischenmenschlichen Beziehungen ist aufrichtiges Interesse für die anderen und Wissen über sie. Je mehr Sie über die Leute wissen, mit denen Sie Tag für Tag zu tun haben, umso individueller können Sie den Umgang mit den Einzelnen gestalten.
- Etwas von sich preisgeben: Bauen Sie Beziehungen zu den anderen auf, indem Sie sich selbst als Mensch greifbar machen. Sprechen Sie auch über sich selbst, über Ihren Werdegang, Ihr Leben, Ihre bisherigen Erfahrungen in der Arbeit und über Ihre Person. Nur dann wissen die anderen, woran sie mit Ihnen sind.
- Nutzen Sie Kontakte, die Ihnen Bekannte oder Kollegen vermittelt haben, so schnell wie möglich.
- Vertraulichkeit ist Pflicht: Geben Sie Vier-Augen-Informationen nicht weiter.
- Trauen Sie sich, Ihnen nicht persönlich bekannte, aber für Sie wichtige Personen anzusprechen. Wenn Sie selbstsicher, freundlich und entschlossen auftreten, werden Sie in der Regel nicht abgewiesen.
- Hören Sie auf Ihren Bauch: Manchmal eröffnen Ihnen unerwartete neue Kontakte Perspektiven, an die Sie vorher nie gedacht hätten.
- Ein "Kontaktplan", also eine Strategie für Ihren Kontaktaufbau und die Kontaktpflege, kann gute Dienste leisten.
Fehlverhalten - was Sie unbedingt vermeiden sollten
- Aufdrängen:
Bei geschlossenen Kreisen, die Newcomer nur auf Empfehlung aufnehmen, sich niemals selbst ins Spiel bringen. Aber auch bei offenen Clubs nicht unangemeldet auf Treffen erscheinen. - Abzocken:
Netzwerke leben vom Geben und Nehmen. Als Neuling nicht nur auf die eigenen Vorteile achten. Lieber selbst zuerst diskret weiterhelfen, ohne persönlich zu profitieren. - Überrumpeln:
Geduld ist gefragt! Bis sich tragfähige Kontakte ergeben, vergeht oft viel Zeit. Daher vorsichtig abtasten, wie weit die Hilfsbereitschaft geht. - Bluffen:
Sich dem grundlegenden Ziel oder dem gemeinsamen Interesse des Netzwerkes nicht verpflichtet zu fühlen, ist kontraproduktiv. Wer bei den Rotariern oder Lions beispielsweise nicht selbstlos der guten Sache dient, macht sich keine Freunde. - Unzuverlässigkeit:
Treffen kommentarlos fernzubleiben, Anrufe oder E-Mails der Netzkollegen nicht zu beantworten, ist schlechter Stil. Wer bei der Beziehungspflege chronisch schlampt, fliegt raus! Besser gelegentlich einen Buchtipp rummailen, persönlich zum Geburtstag gratulieren oder spontan ein Treffen verabreden, das beflügelt die Kontakte.
Quelle: jobagent.ch
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