Selbstreflexion ist die Basis des Erfolgs

Den meisten Menschen fehlt es einfach an klaren Vorstellungen davon, was sie eigentlich wollen und wohin ihre "Reise" geht. Nehmen Sie Ihr Leben in die eigene Hand. Wer sein Leben nicht selber plant, der wird verplant! Eine persönliche Standortanalayse ist nicht immer einfach, benötigt auch einiges an Zeit und sollte Grundlage für jeden Karriere-Entscheid sein.

Lernen Sie sich selbst kennen

Wer in sich geht und klarer erkennt, was wichtig ist und was nicht, wozu er oder sie geeignet ist und wozu eher weniger, welche Stärken er oder sie ausbauen möchte bzw. an welchen Schwächen gearbeitetet werden sollte, wird bessere Leistungen mit weniger Aufwand erzielen. Die Arbeit macht schlicht und einfach auch mehr Spass, wenn diese "auf den eigenen Leib geschrieben ist".

Betrachten Sie mit dem nachstehenden Analyse-Dokument Ihre Eigenschaften, Ihre Perspektiven und wie weit Ihr aktives Selbstmarketing gereift ist.

Selbstanalyse (PDF 180 kb)

Ziehen Sie dabei folgende Attribute in Ihre Betrachtung mit ein:

Ihre Ausgangslage (IST)

  • Aus- und Weiterbildungs-Inventar (z.B. Abschlüsse, Zertifikate, unternehmensinterne Fortbildungen)
  • Qualifikations- und Erfahrungs-Inventar (Fach-, Methoden- und Sozialkompetenz)
  • Fähigkeiten, Fertigkeiten und Kenntnisse (z.B. Sprachen, Computerprogramme)
  • aktueller Stand der Laufbahnentwicklung (nach Studium, vor einem Stellenwechsel, vor einer kompletten Neuorientierung, aus der Arbeitslosigkeit usw.)
  • Grund (z.B. Jobwechsel, Berufswechsel, Weiterbildung)

Persönliche Verhältnisse

  • körperliche Fitness
  • geistige Fitness
  • familiäre Situation (z.B. Familienpläne, Ortsabhängigkeit)
  • soziales Umfeld (z.B. Hobby, Freunde, Vereinstätigkeiten, Militär)

Persönliche Wertvorstellungen und Visionen

  • Einstellung zu Karriere und Berufserfolg
  • Einkommens- und Statusvorstellungen
  • Vorstellungen von Lebensqualität (z.B. Freizeit, Zeitautonomie)

Interessen und Affinitäten

  • Politik
  • Wirtschaft
  • Technik
  • Kultur
  • Soziales
  • Sport
 

Berufliche Leistungsausweise

  • qualitativ (z.B. Beitrag zu Erhöhung der Kundenzufriedenheit)
  • quantitativ (z.B. Umsatzerhöhung, Beitrag zur Kostensenkung)

Ausserberufliche Leistungsausweise

  • Politik (z.B. aktiv in der Gemeinde)
  • Wirtschaft (z.B. Verwaltungsrat in einem KMU)
  • Technik (z.B. Erfindung)
  • Kultur (z.B. Theaterauftritte)
  • Soziales (z.B. Freiwilligenarbeit)
  • Sport (z.B. Mountainbike-Juniorenmeister)

Aber Achtung: Zu viel Analyse führt bekanntlich zu Paralyse! Wer zu viel und womöglich zu detailliert hinterfragt, könnte sich im Kreis drehen. Sollte es soweit kommen, dass Sie vor lauter Bäume den Wald nicht mehr sehen, genügt es oft schon mit einer vertrauten Person zu reden und die Erkenntnisse von diesem Menschen "fremdbeurteilen" zu lassen. Ist auch dies nicht zielführend oder verwirrt sie dieses Fremdurteil noch mehr, ist ein Gang zu einem Laufbahnberater empfehlenswert. Standortbestimmung und Unterstützung bei der Selbstreflexion gehört zum Basisangebot der meisten Laufbahnberaterinnen und -berater.

Erkennen Sie Ihre Wünsche und Ziele

Es zählt nicht nur, wer Sie sind und was Sie können, sondern auch wohin Sie wollen. Nur wer seine Ziele kennt, kann diese auch erreichen. Nehmen Sie sich Zeit und beantworten Sie in Ruhe, aber schriftlich für sich selbst, nachstehende Fragen. Seien Sie dabei ehrlich und hinterfragen Sie Gewohnheiten, die evtl. früher Spass machten, zum heutigen Zeitpunkt aber nicht mehr Ihren Wünschen entsprechen.

Experten-Tipp

  • Vermeiden Sie Vergleiche
  • Nutzen Sie nur positive Formulierungen
  • Ziele sollten immer messbar sein
    Falsch "Ich will Marketingplaner werden"
    Richtig "Ich werde den eidg. Fachausweis für Marketingplaner bis Ende 2014 erwerben!".

Tätigkeit/Aufgaben

  • Welche wesentlichen Merkmale muss mein neues Beschäftigungsverhältnis aufweisen?
  • Was würde ich am liebsten den ganzen Tag lang machen?
  • Was habe ich bisher gerne gemacht, was will ich auf jeden Fall weiterhin machen? Und was will ich nicht oder nie mehr machen?
  • Was muss eine Tätigkeit beinhalten, damit ich sie als wichtig und sinnvoll empfinde?
  • In welchem Fall langweile ich mich oder kann ich eine Arbeit nicht ausstehen?
  • In welcher Situation fühle ich mich gestresst?
  • Was bedeutet Erfolg für mich?

Branche/Produkt

  • Welche Branche zieht mich an?
  • Mit welchen Produkten kann ich mich identifizieren?
  • Sehe ich mich eher in einer Investitionsgüter-, Konsumgüter- oder Dienstleistungsbranche?

Unternehmen/Unternehmenskultur

  • Arbeite ich lieber in einem kleinen, mittelständischen, grösseren oder grossen Unternehmen?
  • Arbeite ich lieber in einem regionalen, nationalen, internationalen oder multinationalen Unternehmen?
  • Welche Unternehmenskultur entspricht meiner Denk- und Arbeitshaltung?
  • Welche Umgangsformen bin ich mir gewohnt?
  • Welche Art von Umgang wünsche ich mir: formell bzw. fachlich-distanziert oder kollegial-nahe?
  • Wie möchte ich geführt werden?
  • Wie leistungsorientiert soll und darf die Unternehmung sein?
  • Wie soll ein Vorgesetzter sein, damit ich ihn respektieren und gut mit ihm zusammenarbeiten kann?

Kollegen

  • Mit welchen Menschen möchte ich zusammenarbeiten?
  • Arbeite ich lieber alleine oder im Team?
  • Welche Art von Kollegen hätte ich gerne?
  • Wie sollen die Leute miteinander und mit mir umgehen, damit ich mich wohl fühle und gut arbeiten kann?

Arbeitsort/-platz

  • Sollte mein Arbeitsort zentral gelegen sein?
  • Spielt mein Arbeitsweg eine entscheidende Rolle?
  • Wie muss mein künftiger Arbeitsplatz beschaffen sein?
  • Bestehe ich auf einem "Einzelbüro"?
  • Auf welche Arbeitsmittel (PC, E-Mail, Mobiltelefon) möchte ich nicht verzichten?

Entwicklungsmöglichkeiten

  • Welche Karrierechancen will ich in den nächsten 3, 5 oder 10 Jahren nutzen?
  • Welche neuen Erfahrungen möchte ich machen?
  • Strebe ich einen bestimmten Titel oder Status an?
  • Welche Qualifikationen möchte ich mir aneignen?

Einkommen

  • Welche Gehaltsvorstellungen habe ich?
  • Wie viel "muss" ich verdienen, damit ich meinen jetzigen Lebensstandard halten kann?
  • Bin ich bereit, für einen Prestigewert (Titel, namhafter Arbeitgeber) Gehaltseinbussen hinzunehmen?

Nebenleistungen

  • Welche Nebenleistungen sind für mich wichtig (Fahrgeld, Lebens-/Direktversicherung, Essensgeld, Aktien (Optionen), Betriebsrente, Fortbildung...)?
  • Auf was will ich auf keinen Fall verzichten? Was ist eher unwichtig?

Rahmenbedingungen

  • Bin ich bereit auf Kosten meines Privatlebens Überstunden, Dienstreisen o.ä. auf mich zu nehmen? Ist es entscheidend, wie viele Mitarbeitende an mich rapportieren würden, oder welchen Rang mein Chef hat?
  • Welche Vorstellungen habe ich von der idealen Arbeitszeit? Sind mir geregelte Arbeitszeiten wichtig? Wie viele Stunden bin ich bereit, in der Arbeit zu verbringen?

Quelle: jobagent.ch