Nachbearbeitung Interview
Das Gespräch verlief gut, Sie konnten das Unternehmen von einer persönlichen Seite kennenlernen und viele Fragen klären. Nun sollten Sie die gewonnenen Eindrücke strukturiert verarbeiten und ein Fazit ziehen.
Persönliche Auswertung
Zuallererst: Was sagt Ihnen Ihr Grundgefühl? Waren die Gesprächspartner symphatisch? Wie war die Atmosphäre, haben Sie sich wohlgefühlt? Können Sie sich vorstellen in dieser Organisation mit diesen Personen täglich zu arbeiten und Erfolge zu erzielen? Wenn Sie diese Aspekte positiv beantworten können, sollten Sie sich auch zu den Fakten Gedanken machen.
- Stimmt die Stelle noch immer mit Ihren Vorstellungen und Wünschen überrein?
- Sind Aufgaben, Kompetenzen und Verantwortung im Einklang?
- Wo liegen die Arbeitgeber-Erwartungen? Decken sich diese mit Ihren?
- Kommen Ihre Fähigkeiten und Talente in der angebotenen Stellen zum Tragen?
- Welche Entwicklungsperspektive haben Sie?
- Glauben Sie, dass Sie Ihre beruflichen Ziele, Ideen und Vorstellungen in diesem Unternehmen verwirklichen können?
- Stimmen die Rahmenbedingungen, wie Arbeitsort, Gehalt, Fringe Benefits etc. mit Ihren Vorstellungen überrein?
- Sind noch Fragen aufgetaucht, die Sie klären sollten?
- Wo liegen die Vor- und Nachteile dieses Stellenangebot im Vergleich zu anderen?
Wenn Ihre persönliche Auswertung positiv ausfällt und Sie noch immer überzeugt sind, Ihren Wunschjob gefunden zu haben, sollten Sie dem HR-Manager in den nächsten 2 Tagen eine persönliche Nachricht senden, in der Sie sich für das Gespräch bedanken und Ihr Interesse nochmals bekräftigen. Es kann sein, dass Sie relativ schnell zum zweiten Gespräch eingeladen werden. Seien Sie darauf vorbereitet und sich bewusst, welche Details Sie vor einem definitiven Entscheid klären wollen.
Absagen kann es geben
Jeder hat es schon mal erlebt, Absagen können vorkommen. Lassen Sie sich nicht davon entmutigen und nutzen Sie die Gelegenheit zur genauen Selbstanalyse. So machen Sie es bei der nächsten Bewerbung noch besser.
- Hat die Chemie gestimmt?
- Haben Sie sich optimal auf das Interview vorbereitet?
- Waren Sie pünktlich und passend im Auftreten?
- Haben sich im Gespräch Aspekte entwickelt, die Sie vorher hätten klären müssen?
Beim Unternehmen dürfen Sie durchaus nachfragen, warum es nicht geklappt hat. Das können Sie sowohl schriftlich wie auch telefonisch machen. Beachten Sie aber dabei folgende Regeln:
- Bedanken Sie sich für die Gelegenheit zur persönlichen Vorstellung.
- Bieten Sie dem Unternehmen an Ihre Unterlagen zu behalten. So kann der Personalverantwortliche bei einer anderen passenden Stelle darauf zugreifen. Bekunden Sie weiterhin Interesse am Unternehmen zu haben.
- Bitten Sie um ehrliche Angabe der Gründe für die Absage. Konnten Sie die Profilanforderungen nicht erfüllen? Welche? War ein anderer Kandidat besser? In welchen Bereichen?
Verschaffen Sie sich Klarheit darüber, wo es gefehlt hat. Je besser Sie die Gründe für die Absage verstehen, desto besser können Sie diese Erkenntnisse bei Ihrer nächsten Bewerbung berücksichtigen. Und vergessen Sie nicht: Manchmal ist es auch nur ein Glücksfrage.
Top Management Literatur
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